Baumkataster erstellen und aktualisieren
Ein Baumkataster liefert Antworten auf solche Fragen – systematisch und jederzeit abrufbar. nateco begleitet Gemeinden und Private von der Auswahl der geeigneten App über die Ersterfassung bis zur langfristigen Bewirtschaftung.
Ihr Baumbestand auf einen Blick
Nach der Einführung des Baumkatasters sehen Sie auf einer Karte jeden Baum mit seinen Stammdaten, seinem Zustand und den geplanten Massnahmen. Sie wissen, wie viele Bäume welcher Art an welchen Standorten stehen, welche Bäume in den nächsten Jahren ersetzt werden müssen und wo Neupflanzungen sinnvoll sind.
Ihr Werkhof oder externe Baumpfleger dokumentieren Kontrollen und Massnahmen direkt vor Ort auf dem Tablet. Und wenn eine Haftungsfrage auftaucht, haben Sie die lückenlose Dokumentation griffbereit. So ist der Baumkataster die Grundlage für die Pflege, Budgetplanung und die strategische Entwicklung Ihres Baumbestands.

In drei Schritten zum Baumkataster
Der Ablauf bis zum Einsatz eines Baumkatasters ist etabliert und innerhalb weniger Wochen umsetzbar.
Wir gehen folgende Schritte zusammen mit Ihnen an:
1. Anforderungen klären
In einem Workshop mit den Beteiligten ermitteln wir gemeinsam, was Sie brauchen: Wie gross ist der Baumbestand? Wer soll mit dem Kataster arbeiten? Soll das System in ein bestehendes GIS integriert werden oder als eigenständige Software funktionieren? Welches Budget steht zur Verfügung? Basierend auf diesen Angaben erstellen wir Lösungsvorschläge, die zu Ihrem Bedarf passen.
2. Baumbestand erfassen
Für die Ersterfassung des Baumbestandes empfehlen wir eine effiziente Methode in Zusammenarbeit mit unser Partnerfirma BimParts. Dabei vermessen wir den Baumbestand per LiDAR-Scan. Baum-Standort, Höhe, Kronendurchmesser und Stammumfang werden automatisiert aus den Scans abgeleitet. Als Baumkontrolleure prüfen wir zugleich die Artbestimmung und Vitalität des Baumes. Bestehende Daten aus Excel oder alten Katastern sind die Grundlage für diese Datenerfassung.
3. Daten nutzen
Unverbindlich anfragen
Ob Sie ganz am Anfang stehen oder einen bestehenden Baumkataster weiterentwickeln möchten – ein kurzes Gespräch bringt Klarheit. Wir zeigt Ihnen, welche Möglichkeiten es gibt und was für Ihre Gemeinde sinnvoll wäre.
Langjährige Erfahrung im Grünflächenmanagement
nateco hat Gemeinden und Organisationen unterschiedlicher Grösse beim Aufbau Ihres Baumkatasters begleitet – von grossen Städten mit tausenden Bäumen bis zu kleineren Gemeinden mit überschaubarem Bestand. Dabei reicht das Spektrum von der Migration bestehender Daten über die komplette Ersterfassung im Feld bis zur Integration in vorhandene GIS-Umgebungen.
Baumkataster Winterthur
Zusammen mit der Stadt Winterthur hat nateco die Software natINFO | Tree entwickelt und eingeführt.
Schweizerische Bundesgärten
Die Bundesgärten koordinieren mit unserer Software natINFO | Tree die Baumpflege der über die Schweiz verteilten Immobilien.
Baumbestand Gemeinde Aesch
Für die Gemeinde Aesch hat nateco den Baumbestand systematisch erfasst und in das bestehende WebGIS eingepflegt.
Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Baumkataster (FAQ)
Ein Baumkataster ist ein systematisches Verzeichnis aller Bäume einer Gemeinde oder eines anderen Eigentümers. Im Baumkataster werden von jedem Baum Standort, Baumart, Zustand, Pflegehistorie und allenfalls weitere Daten erfasst. Verknüpft mit einer Kartenansicht, entsteht ein Arbeitsinstrument, das drei Dinge ermöglicht: Übersicht über den gesamten Bestand, Planung von Kontrollen und Pflegemassnahmen sowie den dokumentierten Nachweis der Verkehrssicherungspflicht.
Ein Baumkataster bringt Ordnung in die Verwaltung des Baumbestandes. Alle Informationen zu jedem Baum sind an einem Ort gebündelt: Stammdaten, Zustandsbeurteilungen, durchgeführte und geplante Massnahmen. Das ermöglicht eine datengestützte Budgetplanung und verhindert kostspielige Noteingriffe. Gleichzeitig dient der Kataster als Dokumentation der Verkehrssicherungspflicht – ein wichtiger Punkt bei Haftungsfragen. Ohne systematische Erfassung fehlt im Schadenfall der Nachweis, dass die Gemeinde ihre Sorgfaltspflicht wahrgenommen hat.
Der Baumkataster ist das datenführende System, die Baumkontrolle ist ein Prozess. Bei der Baumkontrolle wird der Zustand eines Baums vor Ort beurteilt – Krone, Stamm, Wurzelbereich und Baumumfeld werden systematisch auf Mängel geprüft, die Vitalität anhand einer standardisierten Skala eingestuft. Die Ergebnisse dieser Kontrolle werden im Baumkataster dokumentiert. Ohne Kataster fehlt der Ort, an dem die Kontrollergebnisse festgehalten, ausgewertet und für die Pflegeplanung genutzt werden. Die beiden gehören zusammen: Die Kontrolle liefert die Daten, der Kataster macht sie zugänglich.
Eine gesetzliche Pflicht zum Führen eines Baumkatasters gibt es in der Schweiz nicht. Gemeinden tragen jedoch die Pflicht für Sicherheit der Bäume im öffentlichen Raum. Das bedeutet: Sie müssen den Zustand ihrer Bäume regelmässig kontrollieren und bei Bedarf Massnahmen ergreifen. Ein Baumkataster ist der effizienteste Weg, diese Pflicht nachweisbar zu erfüllen – und im Haftungsfall den Nachweis zu erbringen, dass die Gemeinde ihrer Sorgfaltspflicht nachgekommen ist.
Klären Sie zuerst intern, was Sie mit dem Baumkataster erreichen wollen: Geht es primär um die Dokumentation der Verkehrssicherungspflicht, um eine bessere Pflegeplanung oder um eine strategische Übersicht für Ersatzpflanzungen und Neupflanzungen? Daraus ergibt sich, welche Daten Sie pro Baum brauchen. Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrem GIS-Verantwortlichen, ob und wie sich der Baumkataster in bestehende Systeme einbinden lässt. Holen Sie den Werkdienst an den Tisch. Die Leute, die später täglich mit dem Kataster arbeiten, wissen am besten, was sie in der Praxis nutzen. Dann brauchen Sie eine Entscheidung zur Ersterfassung: Kann Ihr Team die Aufnahme selber leisten, oder beauftragen Sie ein Fachbüro? Planen Sie ein realistisches Budget ein. Der grösste Posten ist die Ersterfassung, danach sinkt der Aufwand deutlich. nateco unterstützt Gemeinden in jeder dieser Phasen, von der ersten Bedarfsklärung bis zum laufenden Betrieb.
In ein Baumkataster können diverse Eigenschaften erfasst und eingepflegt werden. Solche Eigenschaften (Attribute) sind zum Beispiel die Baumart, der Standort als Koordinaten, Stammumfang, Vitalität und Pflegemassnahmen. Wir können viele weitere Attribute einpflegen. Zu bedenken ist dabei, dass diese langfristig gepflegt werden müssen. Sonst haben die Daten bald keinen Wert mehr. Wir empfehlen, lieber weniger Felder konsequent zu pflegen.
LiDAR (Light Detection and Ranging) ist eine Vermessungsmethode, bei der ein Laserscanner die Umgebung als dreidimensionale Punktwolke erfasst. Aus diesen Daten lassen sich Baumstandorte, Höhen, Kronendurchmesser und Stammumfänge automatisiert ableiten. Der Vorteil gegenüber der manuellen Erfassung: grosse Baumbestände können in kurzer Zeit präzise vermessen werden. nateco arbeitet für die LiDAR-Erfassung mit der Firma BimParts zusammen und ergänzt die Vermessungsdaten um die fachliche Artbestimmung.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Kosten hängen von der Anzahl Bäume, dem Detaillierungsgrad, der gewählten Software und davon ab, ob die Ersterfassung durch eigene Mitarbeitende oder externe Fachpersonen erfolgt. Kontaktieren Sie uns für Erstgespräch. Das schafft Klarheit über die Grössenordnung für Ihre konkrete Situation.
Nicht zwingend. Es gibt verschiedene Wege, je nach Ausgangslage und Budget:
- Mit einem bestehenden WebGIS können Gemeinden den Baumkataster oft als eine Ebene im GIS integrieren. Voraussetzung ist, dass das System baumspezifische Funktionen wie Kontrollformulare und Massnahmenhistorie unterstützt.
- Spezialisierte Baumkataster-Software wie natINFO | Tree bietet massgeschneiderte Werkzeuge für die Baumpflege – von der Erfassung über die Kontrolle bis zur Massnahmenplanung, inklusive mobiler Nutzung im Feld.
- Als kostenlose Alternative lässt sich ein Baumkataster auch mit QGIS aufbauen. QGIS ist ein leistungsfähiges Open-Source-GIS, mit dem sich Baumdaten räumlich erfassen und visualisieren lassen. Der Vorteil: keine Lizenzkosten. Der Nachteil: Es fehlen die baumspezifischen Workflows wie strukturierte Kontrollformulare oder integrierte Pflegeplanung, und der Aufbau erfordert vertiefte GIS-Kenntnisse.
- Ein pragmatischer Einstieg mit einer durchdachten Tabellenstruktur ist ebenfalls möglich – solange das Datenmodell einen späteren Umstieg auf ein professionelles System erlaubt.
Ob zentral durch Ihre Verwaltung oder dezentral durch externe Baumpfleger mit eigenen Zugängen. Ein klarer Prozess stellt sicher, dass der Kataster nach jeder Kontrolle aktuell bleibt. Regelmässige Baumkontrollen, Pflegemassnahmen und Veränderungen am Bestand (Neupflanzungen, Fällungen) werden laufend dokumentiert. So bleibt der Baumkataster ein verlässliches Arbeitsinstrument und nicht nur eine Momentaufnahme vom Tag der Ersterfassung.
Vermutlich kann das Baumkataster als eigene Ebene in das vorhandene GIS integriert werden. Voraussetzung ist, dass das GIS baumspezifische Funktionen wie Kontrollformulare und Massnahmenhistorie abbilden kann.