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Mehr Biodiversität in der Gemeinde – Sanierung Weiher in Aesch

Biodiversität fördern klingt oft abstrakt. Dabei zeigen kommunale Projekte, wie wirkungsvoll gezielte Massnahmen sind. Die Gemeinde Aesch verfolgt eine klare Strategie: Bereits im Vorjahr wurde der «Biodiversitätshotspot» Minigolf Birspark aufgewertet. Jetzt folgt der angrenzende Weiher als nächster ökologischer Trittstein. Roman Cueni, Leiter der Gemeindeverwaltung, bringt es auf den Punkt: Der Weiher erfüllt eine wichtige ökologische Funktion und steigert gleichzeitig die Erholungsqualität für die Bevölkerung.
4. Februar 2026 durch
Mehr Biodiversität in der Gemeinde – Sanierung Weiher in Aesch
nateco AG, Michael Löw-Le Bihan

Dass wir dieses Projekt begleiten durften, freut uns sehr. Unsere Projektleiterin Nathalie Baumann hat die Sanierung aufgegleist, die fachlichen Grundlagen erarbeitet und mit Niklaus Tanner vom Ingenieurbüro Götz den richtigen Fachmann für die Umsetzungsbegleitung beigezogen.  

Ausgangslage: Verlandeter Weiher

Der rund 350 m² grosse Weiher wurde 1988 künstlich angelegt und ist seither ein wichtiger Lebensraum für Kröten und andere Amphibien. Über die Jahre hat sich durch Laubeintrag eine dicke Schlammschicht gebildet, die Ufervegetation ist zugewachsen, das Gewässer drohte zu verlanden. Die letzte grössere Unterhaltsmassnahme lag 15 Jahre zurück. Es war höchste Zeit zu handeln.

Was wir gemeinsam umgesetzt haben

Der Weiher wurde komplett entleert und entschlammt, das Substrat ausgetrocknet. Im Verlauf der Arbeiten zeigte sich, dass die alte Abdichtung zu viele Schäden hatte und deshalb ersetzt werden musste. Anschliessend wurde eine neue Überdeckung aus lokalem Gelbkies und Kalkschroppen eingebracht, 30 bis 40 Zentimeter stark.

Gezielte Rodungen rund um den Weiher sorgen dafür, dass wieder Sonne auf die Wasser- und Uferflächen fällt. Die Bepflanzung erfolgt mit einheimischen Ufer- und Wasserpflanzen, geeignete Pflanzen der bestehenden Vegetation werden nach Bauabschluss wieder eingesetzt.

Besonders schön: Das anfallende Holz und die Wurzelstöcke werden von der ausführenden Firma Wenger AG Gartenbau-Baumschulen direkt vor Ort als Kleinstrukturen verbaut und schaffen wertvolle Landlebensräume für diverse Tierarten. Ein neuer Unterhaltsstreifen stellt zudem sicher, dass die Pflege in den kommenden Jahren einfacher wird – denn eine Sanierung ist nur so nachhaltig wie der Unterhalt, der darauf folgt.

Die Kosten trägt die Gemeinde Aesch, unterstützt von einem Fonds von Aventron.